Mit dem Hinweis auf einen Frisörtermin ging Julian dann irgendwann zu dieser Zeit nach Hause. Am nächsten Morgen erstrahlte der Kopf in angeblicher roter (eher oranger) Pracht (entscheidet selber oder belustigt euch hier!) und der Effekt wurde durch eine dem Familienfundus entnommene knallgelbe Jacke gesteigert, abgerundet aber erst durch die grüne Baseballkappe. Und das Französisch? Ein starrer Blick dieser gutmütigen Frau auf den jungen Mann in ungewohnter Farbkombination und schließlich: "Manno, Julian!" (Zwecks Betonung Julian fragen)
Zum zweiten war da die Französisch Klausur: Eingesperrt in einem engen Raum mit verschlossenen Fenstern, saß die Gruppe und brühtete über den Fragen. Die Aufsicht wechselte und gegen Ende nahm diese der Deutschlehrer ein. Der Schreiber dieser Zeilen war soweit fertig und sah zu Julian um das gemeinsame Abgeben einzuleiten. Dieser aber begann wie vom Teufel getrieben zu schreiben. Und immer mehr. Schließlich versetzte dies auch den Deutschlehrer in Unruhe und er legte dem kurz vor Schluß derart Beschäftigtem ein Lexikon auf den Tisch, damit er den Weg nach vorne sparen konnte. Doch der Wahnsinnige rührte es nicht an, sondern schrieb immer flotter. Als es dann endlich klingelte und ich, nachdem ich mehrfach die möglicherweise von mir übersehene Frage gesucht und nicht gefunden hatte, ihn nach dem Anfall von Schreibwut fragte, gab es als Antwort:" Och, nichts weiter. Da ich nichts mehr wußte, habe ich einen Brief an Wenzel in Seattle geschrieben."